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Licht von Bethlehem
Saalachsteg/Pfarrzentrum, 24.12.2006
Bericht: Christian Wiesbacher; Fotos: Andreas Hänsch
Eine kleine Flamme als Hoffnungsträger für grenzübergreifendes Verstehen
Friedenslichtaktion der Pfadfinderstämme von "drent und herent" am Siezenheimer Steg
Bereits zum 11. Mal begingen Pfadfinder von beiden Seiten der Saalach, aus Mitterfelden und Wals-Siezenheim, eine mittlerweile zur festen Einrichtung gewordenen Tradition: am Nachmittag des Heiligen Abends trafen sie sich am Siezenheimer Steg, um bei der Übergabe des „Friedenslichtes“ feierliche Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen.
DDas Heilige Licht wird jedes Jahr in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet und geht als Zeichen der internationalen Verständigung und des Friedens um die ganze Welt. Die internationale Pfadfinderbewegung engagiert sich schon seit Jahren, um diese Flamme des Friedens auf der ganzen Welt zu verteilen. Die Veranstaltung am Siezenheimer Steg erfreut sich dabei jedes Jahr größerer Beliebtheit: so fanden sich heuer etwa 200 Besucher auf der österreichischen Seite des Steges ein.
Vor der eigentlichen Übergabe des Friedenslichtes sangen die vielen Pfadis aus Hallwang, Maxglan, Wals-Siezenheim und Mitterfelden gemeinsam Weihnachtslieder, um sich auf den bevorstehenden Abend einzustimmen. Die Redner von beiden Seiten der Saalach gingen in ihren Ausführungen aber auch auf die Problematik des Weihnachtsfestes ein. In Bethlehem selbst sei, so Pfarrer und Stammeskurat der Mitterfeldener Pfadis, Anton Parzinger, momentan „nichts mehr vom Geist Jesu zu spüren“, viele Menschen würden „verzweifeln“ an dem Leid, das der Nahost-Konflikt mit sich bringe. Menschen auf der ganzen Welt müssten deshalb die Flamme weitergeben, „um Lichtpunkte für den Frieden zu setzen.“
Dekan Ellenhuber aus der Schwarzenberg-Kaserne ging in seiner Ansprache auf die wahre Bedeutung des Weihnachtsfestes ein. „Sehr viele Menschen wünschen sich nicht mehr nur materielle Dinge. Das Fest gemeinsam mit ihren Lieben zu verbringen steht wieder hoch im Kurs.“ Als „Sinnbild für die Botschaft des Weihnachtsfriedens“ bezeichnete Hans Eschelberger, Bürgermeister der Gemeinde Ainring, die zur Tradition gewordene Einrichtung des Friedenslichtes und teilte somit die Meinung seines Amtskollegen Ludwig Bieringer aus Wals-Siezenheim. Für beide war klar, dass „wir alle uns für den Frieden auf der Welt einsetzen müssen. Und das beginnt im Kleinen und von ganz unten.“
Nach herzlichen Wünschen für gesegnete Weihnachten auf der bayerischen und der österreichischen Seite, traten die Mitterfeldener Pfadis den Heimweg an, um das Friedenslicht in die Kindermette ins Pfarrzentrum St. Severin zu tragen.
Aber auch die Bewohner des Kurstifts „Mozart“ hatten Grund zur Freude: das Heilige Licht wurde ihnen von den Pfadfindern während ihrer Weihnachtsfeier direkt überbracht. Die Heimleiterin Frau Hofmann bedankte sich im Namen aller Bewohner für die schöne Geste und wünschte den Jugendlichen frohe Festtage.
Auch im nächsten Jahr wird die Veranstaltung wieder stattfinden. Christian Surrer und Konstantin Krause, Stammesvorsitzende der Mitterfeldener Pfadfinder, freuen sich schon jetzt darauf und wünschen sich, dass „der Erfolg der Aktion noch zunimmt und noch mehr Menschen sich der ‚Demonstration für den Frieden’ anschließen“ mögen.
 Die Gitarristen der Mitterfeldener Pfadis sorgten für die musikalische Umrahmung der Friedenslichtaktion.
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 Die Pfadfinder von dies- und jenseits der Saalach bei der Übergabe der Flamme für den Frieden.
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copyright stamm christopherus mitterfelden, erzeugt am: 26.11.2008
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