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DPSG-stamm Christopherus Mitterfelden
Licht von Bethlehem
Saalachsteg/Pfarrzentrum, 24.12.2005
Bericht und Bilder: Christian Wiesbacher
Eine kleine Flamme als Hoffnungsträger für grenzübergreifendes Verstehen
Friedenslichtaktion der Pfadfinderstämme von „drent und herent“ am Siezenheimer Steg
Bereits zum 10. Mal begingen Pfadfinder von beiden Seiten der Saalach, aus Mitterfelden und Wals-Siezenheim, eine mittlerweile zur festen Einrichtung gewordenen Tradition: am Nachmittag des Heiligen Abends trafen sie sich am Siezenheimer Steg, um bei der Übergabe des „Friedenslichtes“ feierliche Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen.
Das Heilige Licht wird jedes Jahr in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet und geht als Zeichen der internationalen Verständigung und des Friedens um die ganze Welt. Die internationale Pfadfinderbewegung engagiert sich schon seit Jahren, um diese Flamme des Friedens auf der ganzen Welt zu verteilen. Die Veranstaltung am Siezenheimer Steg erfreut sich dabei jedes Jahr größerer Beliebtheit: so fanden sich heuer etwa 70 Besucher auf der Siezenheimer Seite des Steges ein, darunter sogar Gäste aus Norwegen.
Vor der eigentlichen Übergabe des Friedenslichtes sangen die vielen Pfadis aus Salzburg, Maxglan, Siezenheim und Mitterfelden gemeinsam Weihnachtslieder, um sich auf den bevorstehenden Abend einzustimmen. Die Redner von beiden Seiten der Saalach gingen in ihren Ausführungen aber auch auf die Problematik des Weihnachtsfestes ein. So ist in Bethlehem selbst, laut Pfarrer und Stammeskurat der Mitterfeldener Pfadis, Anton Parzinger, momentan „nichts mehr vom Geist Jesu zu spüren“, viele Menschen „verzweifeln“ an dem Leid, das der Nahost-Konflikt mit sich bringt. Menschen auf der ganzen Welt müssten deshalb die Flamme weitergeben, „um Lichtpunkte für den Frieden zu setzen.“
Diesen Gedanken griff Dekan Ellenhuber aus der Schwarzenberg-Kaserne auf. „Vor 60 Jahren war auch in Europa noch keine Rede von Zusammenarbeit über Grenzen hinweg. Diese alljährliche Veranstaltung soll deshalb als Symbol für grenzüberschreitenden Frieden dienen.“ Auch Ludwig Bieringer, Bürgermeister von Wals-Siezenheim, schloss sich den Ausführungen seiner Vorredner an und forderte, dass solche „kleinen Zeichen des Friedens auch in Zukunft beibehalten“ werden müssten.
Nach herzlichen Wünschen für gesegnete Weihnachten auf der bayerischen und der österreichischen Seite, traten die Mitterfeldener Pfadis den Heimweg an, um das Friedenslicht in die Kindermette ins Pfarrzentrum St. Severin zu tragen. Aber auch die Bewohner des Kurstifts „Mozart“ hatten Grund zur Freude: das Heilige Licht wurde ihnen von den Pfadfindern während ihrer Weihnachtsfeier direkt überbracht. Die Heimleiterin Frau Hofmann bedankte sich im Namen aller Bewohner für die schöne Geste und wünschte den Jugendlichen frohe Festtage.
Auch im nächsten Jahr wird die Veranstaltung wieder stattfinden. Karl Surrer und Stefan Mühlbauer, Stammesvorsitzende der Mitterfeldener Pfadfinder, freuen sich schon jetzt darauf und wünschen sich, dass „der Erfolg der Aktion noch zunimmt und noch mehr Menschen sich der ‚Demonstration für den Frieden’ anschließen mögen.“

Umrahmt wurde die Veranstaltung von Gitarrenmusik der Mitterfeldener Pfadis.

Gemeinsam entzündeten die österreichischen und bayerischen Pfadis ein „Feuer des Friedens“

Die österreichischen Pfadfinder übergaben das Friedenslicht an ihre bayerischen Freunde.

Groß und Klein freuten sich über das Heilige Licht.

Die Heimleiterin des Kurstift Mozart, Frau Hofmann (re), bedankte sich herzlich bei den Pfadfindern für die Überbringung des Friedenslichtes.
copyright stamm christopherus mitterfelden, erzeugt am: 26.11.2008