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DPSG-stamm Christopherus Mitterfelden
Ainringer Umwelttage: Wunder im Wald
Högl/Ainring, 16.05.2003
Bericht und Bilder: Andi Hänsch
Ein beeindruckendes Plädoyer für die Fantasie und das „Wunder Wald“ erlebten am Freitag über 400 Besucher im Mühlstätter Graben. Das Forstamt Traustein und zahlreiche Künstler hatten zu der nächtlichen Erlebniswanderung im Rahmen der Ainringer Umwelttage eingeladen.
In der Abenddämmerung versteckte sich hinter jedem Fels ein Zwerg, von den Bäumen glotzten grimmige Augen und das Rauschen des Baches klang wie Musik. Am Freitag verschwammen die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit im Mühlstätter Graben. Der Wald entlang des kleinen Baches in Ainring wurde zur Bühne für die Fantasie, zur Bühne für „Musik, Märchen und Wunder im Wald“.
„Wald ist heute die Verbindung von Kultur und Natur. Der Wald als sichtbar gewordener Schöpfergeist, die Kultur als sichtbar gewordener Menschengeist“, verdeutlichte Stefan Köcher von Forstamt Traunstein die Idee der Veranstaltung. Gemeinsam mit seinem Kollegen Wolfgang Krämer hatte Köcher den Abend in wochenlanger Arbeit geplant und vorbereitet.
„Kultur ist in der Gemeinde Ainring lebendig. Aber sie braucht engagierte Leute und ein günstiges Klima, damit sie gedeihen kann. Ich danke Ihnen für diese kreative Idee und die einmalige Initiative“, so Schirmherr Bürgermeister Hans Eschlberger. „Die Künstler haben es verstanden, aus dem gewaltigen Buch, das wir Natur nennen, einen Funken vom Schöpfungsgedanken herauszulesen“.
Ein Experiment sollte die Wanderung werden, um Begeisterung für den Wald zu wecken. Den Beteiligten gelang es, mit einfachen Mitteln eine kleine Welt voller Eindrücke zu erschaffen. Die Besucher konnten sich frei bewegen und ihrer Neugierde freien Lauf lassen. Bewusst wurde auf belehrende Erklärungen verzichtet – ein einmaliger Aufruf zum Umweltschutz.
An allen Ecken gab es etwas zu staunen und zu entdecken. Mit Kerzen hinterleuchtete Passepartouts verengten den Blick bewusst auf einzelne Details. In die Hänge und in die Kiesbänke des Baches fügten sich florale Objekte von Susanne Neumayr, Skulpturen von Claudia Koller, Malerei von Theresa Hültner und Fotografien von Gisela Brechenmacher. Peter Bauer und Wolfgang Krämer schnitten mit der Motorsäge filigrane Skulpturen aus dem Holz und Erika Grund formte Kunstwerke aus Schwemmholz.
Hin und wieder drangen vom Bach her Didgeridooklänge von Andreas Heiß und Maria Reischl. Die „Klammklangmusik“ mit Christian Eick, Jörn Fick, Manfred Soraruf, Martin Reiter und Georg Göb spielte mittelalterliche Weisen von Walter von der Vogelweide. Von allen Bäumen blickten mal grimmige mal freundliche Charaktergesichter auf die Wanderer herab. Die siebte Klasse der Hauptschule Mitterfelden formte aus Lehm und Naturmaterialien fantasievolle Masken. Einen gewaltigen Riesen, Waldfeen, Elfen und Buschmenschen mimten die Pfadfinder vom Stamm Christopherus Mitterfelden vom Fackelschein beschienen an ihrer Märchenzeile.
Der Wald war einst Revier von Wegelagerern und Vagabunden. „Wo die wilden Kerle hausen“ – besser hätte der Titel des Schattentheaters von Edmund Rilling den Abend nicht vollenden können. Unter den großen Buchen begleiteten das Spiel die Geschwister Hartmann, die Geschwister Mang und die Familie Rilling mit Ländlichen Tänzen von Mozart. Christian Aleksic und David Neumeier spielten auf der Waldorgel – einem ungewöhnlich-beeindruckendem Instrument aus klingenden Baumstämmen. Unter beschienenen Baumkronen endete der Abend bei Schmankerln vom Freilassinger Bauernladen.

Waldfee am Bach

Grosser Besucheransturm auf Kunst...

...im Wald. Malerei und Musik,...

...aber auch einfallsreiche Naturkunst...

gab es überall zu entdecken.

Da kam Freude auf, auch...

...bei "kleinen" Kunstliebhabern.

Motorsägenkunst und Feuerteufel.

Verwirrende Konstruktion

Natur IST Kunst.

Rotes Teufelchen und Weisser Riese.

Die Axt im Walde.

Säge-Wanderer.

Verkleidete Pfadis am Bach.

Riesen-Holz-Xylophon.
copyright stamm christopherus mitterfelden, erzeugt am: 26.11.2008